2026 © Sichtbare Worte
Spricht man von dem Gebrauch von Gebärden und Zeichen, geht man in der Regel von einer Einschränkung des Gehörs aus. Dies kann einer der Gründe sein. Der Einsatz von Zeichen und Gebärden kann jedoch bei unzähligen Kommunikationseinschränkungen ein wertvolles Hilfsmittel sein.
Zeichen vereinfachen den Alltag und können zum Beispiel nach einer Alzheimer-Erkrankung oder einer Hirnverletzung, bei Trisomi 21, bei einer auditiven Wahrnehmungsstörung, einer kognitiven Beeinträchtigung oder bei Autismus Sicherheit und Orientierung geben. Auch bei chronischer Lärmbelastung, beim natürlicher Alterungsprozess oder als Merkhilfe können Zeichen sehr hilfreich sein.
Für ein breites Spektrum von Menschen fordert das Verstehen von Gesprochenem eine grosse Konzentrationsleistung. Wenn man nicht verstanden wird, führt dies häufig zu Müdigkeit, Aggression oder Traurigkeit. Zu Scham, wenn man das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein. Und zu Einsamkeit, denn durch die fehlende oder erschwerte Kommunikation ist es nicht leicht, Beziehungen aufzubauen oder zu erhalten.
Verständigung ist der Ausweg aus der Isolation und bereichert jeden Tag unser Leben. Wo die Augen mithören und mitreden, können Zeichen Klarheit schaffen. Deshalb kombinieren wir oftmals, auch unbewusst, das gesprochene Wort mit visuellen Gesten.
Im Gegensatz zur Gebärdensprache, die unsere Lautsprache ersetzt, bleibt bei der unterstützten Kommunikation das gesprochene Wort im Mittelpunkt und wird jeweils mit einer Gebärde oder einem Zeichen ergänzt. So bauen wir Kommunikationsbrücken für Menschen, die keine, wenig oder einfach eine andere Sprache haben.
Gerne biete ich Ihnen mein Wissen und meine Erfahrung an, um gemeinsam diese Brücken zu bauen. Ganz nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen.